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Sected articles about phæno 

2007

Südwest Presse
In einem Raumschiff die Welt erforschen

... Zaha Hadids Zukunftsbau ist zwar allein schon eine Reise wert, hat aber auch einen Zweck: Das Wolfsburger Phaeno ist ein Science Park mit 250 Experimentierstationen - ein naturwissenschaftlich-technischer Abenteuerspielplatz für Kinder und ältere Menschen gleichermaßen, die Lust haben, das zu erforschen, was die Welt im Innersten zusammenhält, um mal mit Goethe pauschal zu reden. Aber im Riesenraum hängt ein Transparent mit einem schönen Satz des Musikers John Cage: "Wenn es keine Fragen gibt, gibt es keine Antworten." Also los, liebe Neugierigen. Andererseits macht das Phaeno überhaupt familienmäßig viel Spaß.

Braunschweiger Zeitung
Bau löst das Staunen der Welt aus

Das Jahr 2005 Das Phaeno

Kühne Architektur - Neue Betonverfahren - Krater und Schluchten - Technische Experimente

Das Staunen der Welt ist vorbei. Die Gewissheit der Wolfsburger ist da: In unserer Stadt steht das Phaeno, eine riesige, sich über 7000 Quadratmeter hinziehende Exerpimentierlandschaft voller Krater, Terrassen, Plateaus und Höhlen. Mit 250 wissenschaftlichen Stationen, wo die Besucher den radioaktiven Zerfall würfeln oder auf der Flugbahn der Neutronen simultan mitfliegen. 

Travel Talk
Weil`s Wissen schafft

Freizeitparks: Noch bekommen sie nicht ganz so viele Besucher wie die traditionellen Vergnügungsparks, aber sie machen Boden gut: Wissenschaftlich orientierte Science Center werden hier zu Lande immer beliebter.

Ferienparks ohne Achterbahn auch das geht! Das ganze heißt dann Science Center und ist mindestens genauso atemberaubend.

Wolfsburger Kurier
Arte präsentiert bedeutende Baukunst

Wolfsburg. In einer Reihe mit herausragenden Prototypen der Architektur wie der Alhambra in Granada, dem Guggenheimmuseum in Bilbao oder der Casa Mila in Barcelona präsentiert der Sender Arte das Phaeno.
Die Dokumentation ist Teil der Reihe "Baukunst", in der zwölf bedeutende Bauwerke aus der ganzen Welt vorgestellt werden...
... Phaeno - das ist gebaute Bewegung, dynamische architektonische Formensprache. Wie lässt sich dies besser erklären als durch einen Film mit seinen bewegten Bildern. Mit dieser Dokumentation reihen sich Wolfsburg Phaeno und seine Architektin Zaha Hadid erneut ein in den Reigen der meistbeachteten Architekten und Architektinnen.

Geo Saison Extra
Phaeno Ufo in der Autostadt

Ruhig ganz ruhig ... Manschetten messen die Gehirnströme der Spieler, Kabel übertragen sie auf den "Mind Ball", der bewegt sich per Gedankenkraft wie von Zauberhand, rollt hin und her und irgendwann auf dem weien Tisch ins Ziel: Der Aha-Effekt: Wer am entspanntesten ist, hat gewonnen, weil sein Gehirn Alphawellen erzeugt. Und die sind viel energiereicher als Betawellen, die gestresste Menschen aussenden.

Mit solch raffinierten Hightech-Spielen präsentiert sich das Phaeno in Wolfsburg als das zur Zeit spektakulärste Technik- und Wissenschaftsmuseum in Deutschland. Von außen sieht der Superbau der iranischen Architektin Zaha Hadid wie ein Raumschiff aus, innen setzt sich die futuristische Architektur fort.

Gihorner Rundschau
Echter Volkswagen aus Wolfsburg

…Nicht nur ein PR-Gag: Den kompakten Volkswagen, den die Designer Flavio Manzoni, Walter Maria d’ Silva und Klaus Bischoff im phaeno gezeichnet haben, hat Perspektive, hier gebaut zu werden.

Super-TV
VW-Extra Weltpremiere im phaeno
Neuer VW- Mini ist ein ganz Großer

… So locker war Volkswagen noch nie. Bei cool gedimmtem Licht, klassischer Gitarrenmusik, Rotwein, Bier, Cocktails und guten Häppchen suchten Konzernchef Martin Winterkorn und der gesamte Vorstand gestern in der Experimentierlandschaft phaeno den Kontakt zu den Medien. 

tina
Hier kann man spielend lernen

…Wissen Sie, was ein Feuertornado ist? Wie er funktioniert, kann man in Deutschlands größtem Wissenschaftsmuseum „phaeno“ in Wolfsburg (Niedersachsen) lernen. Kinder, Eltern, Großeltern können dort an den 250 Experimentierstationen Phänomene aus Naturwissenschaft und Technik selbst erforschen (z.B. einen Teppich schweben lassen oder einen Brückenbogen bauen).  

Hannoversche Allgemeine Zeitung
Armes Ohr
Der australische Cyberpapst und Körperkünstler Stelarc zu Gast im Wolfsburger phaeno

…Stelarc, der „radikale Botschafter des Transhumanismus“ (Florian Rötzer) und des postbiologischen Zeitalters, hat jahrelang die Mensch- Maschine-Schnittstelle untersucht.

Bei seinen extremen Körperübungen ist er mehr und mehr zur Ansicht gelangt, dass der Körper ein System aus sich selbst organisierenden Komponenten sei, ohne zentrale Steuerungsinstanz. Individualität hält Stelarc für eine obsolete Konstruktion westlicher Metaphysik und den Geist- zum „Jahr der Geisteswissenschaften“ hat der Mann nichts beizutragen- für ein Simulationsprogramm der Körper-Hardware. So kann der Maschinen-Mensch für seinen Taten auch nicht verantwortlich gemacht werden. 

Funk Uhr
Endlich Leben im Museum  

…Dinge sehen ist toll, Dinge anfassen besser: Immer mehr deutsche Museen fesseln vor allem die kleinen Besucher mit Wissen zum Erleben, Entdecken und Begreifen. Mal kann man mit dem Presslufthammer bohren, mal einen Film drehen, mal ein Erdbeben mit-erleben. Ein Konzept, das sich rechnet: 200 000 Gäste zählte allein das Berliner Spectrum pro Jahr. Wir stellen Ihnen die besten Mitmach- Museen auf dieser Seite vor.

Phaeno Wolfsburg
Deutschlands größte Experimentierlandschaft (9000qm). Ein Highlight: Bälle allein durch Hirnstrom bewegen („Mindball“). 

Hannoversche Allgemeine Zeitung
Feierabend für Roboter
Wolfsburg hat ein neues Festival: Die „Phaenomenale“ versöhnt Kunst und Wissenschaft 

…Wenn es Nacht wird im phaeno, machen es sich die Maschinen gemütlich. Sie hören auf, Rauch zu Tornados zu quirlen oder laut scheppernd die String-Theorie zu simulieren. Die Geschäftigkeit, die der Wolfsburger Experimentierlandschaft tagsüber die Atmosphäre eines mechanischen Ameisenhaufen verleiht, verstummt- und der Feierabend beginnt.

Der eine Roboter legt sich eine gute Platte auf, ein anderer greift einen Stift und beginnt zu Zeichnen.
So zumindest sieht es aus, wenn die Künstlergruppe robotlab die „Phaenomenale 2007“ eröffnet. Das neue Festival in Wolfsburg startet am Freitag mit erstaunlichen abendlichen Einsichten in das Technikmuseum. 

Frankfurter Rundschau
Was machen Roboter nachts?
Maschinen für alle beim neuen Wolfsburger Festival Phaenomenale 

…Auch die Frage, was Roboter eigentlich nachts machen, konnte die Phaenomenale schlüssig beantworten: Mit zwei Konzerten, die den Innenraum des phaeno als Veranstaltungsraum mit futuristischem Charisma etablierten. Kai Bartos, Ex-Mitglied der Gruppe Kraftwerk, lieferte gemeinsam mit dem Berliner Musiker Mathias Black einen mit-reißenden Abend zwischen Konzert und DJ- Set, und die beiden gummiballartigen Frontfrauen der britischen Electro-Punk- Band Robots in Disguise zeigten bei ihrem Kurzauftritt eine Energie, für die ein echter Tanzroboter wohl lange an die Steckdose müsste. 

Art
Made in Germany: malender Roboter aus dem Karlsruher „Robotlab" 

…Ob unheimlich wie Frankenstein, stark wie der Terminator oder lustig wie C3PO - Roboter beflügeln seit der Industrialisierung die menschliche Furcht und Fantasie. Was sich auf diesem Forschungsgebiet aktuell tut, kann man jetzt auf der Phaenomenale in Wolfsburg erleben. An drei Festival- Wochenenden gibt es im phaeno und im Kunstverein Workshops, Performances und Konzerte. 

design report
Formenexplosion und leise Momente 

…Pritzker- Preisträgerin Zaha Hadid gilt als Spezialistin für das Spektakuläre. Die im Irak geborene und seit Ende der 70er- Jahre in London lebende Stararchitektin realisiert Visionen, die in die Zukunft weisen. Wie beispielsweise bei einem ihrer jüngsten Projekte: Die Experimentierlandschaft des phaeno Science Centers in Wolfsburg. 

Stadt Revue Köln Magazin
Bauen, was noch niemand gesehen hat 

...Funktion und Form bestmöglich zu verbinden und dabei technischen, sozialen und ästhetischen Ansprüchen zu genügen – zwei jüngste Beispiele für dieses Architekten-Credo findet man in Deutschland, derzeit das Land mit der höchsten Dichte an Hadid-Gebäuden. 2005 eröffnete das phaeno Science Center in Wolfsburg, ein Wissenschaftszentrum, das mit Ausstellungsflächen, Vortragssaal und Tiefgarage unterschiedliche Funktionen vereinen sollte. Hadids Antwort ist ein mysteriöses, auf Trägern schwebendes Objekt, das sich nach außen öffnet und zum neugierigen Entdecken auffordert. 

Welt am Sonntag
Das perfekte Familienmuseum

Wo Kinder zu kleinen Forschern werden und Eltern andächtig staunen: Die Autostadt Wolfsburg hat sich mit phaeno das neuste, teuerste und größte Wissenschaftsmuseum

Deutschlands geleistet …Mark ist zwölf Jahre alt und dreht durch. Erst wirbelt er sich selbst um eine in den Raum ragende Achse, dann peitscht er einen Rodeokreisel so lange, bis anderen Besuchern allein vom Zuschauen schwindelig wird. Danach wuchtet er mit vollem Krafteinsatz eine runde Platte im Kreis, bis aus einem Loch in der Mitte plötzlich zischend eine pilzförmige Rauch-Wolke emporwabert. Die Welt ist ein Ding, das sich dreht, und Mark bringt es in Schwung. Er dreht und dreht, bis er durchdreht vor Glück. „Mensch, Oma, guck mal“, quietscht die stimmbruchgemarterte Stimme des Halbwüchsigen. Die kugelrunde Großmutter faltet zufrieden ihre Hände überm Bauch und lächelt. Der Sonntagsausflug mit dem Enkel ist ein Volltreffer.

 

 

 

2006

 

Schöner Wohnen

Experimental

Das neue Phaeno Science Center in Wolfsburg erklärt Naturwissenschaft auf spannende Weise. Die faszinierende Architektur stammt von Pritzker-Preisträgerin Zaha Hadid.

Die Welt entdecken: Nicht weniger hat sich das neue Phaeno Science Center vorgenommen. Die Welt der natürlichen und technischen Phänomene, sie steht im Mittelpunikt der 250 interaktiven Experimentierstationen des Hauses, in dem sich ebenfalls Besucherlabore, ein Wissenschaftstheater und ein "Supermarkt" des Wissens, der Phaeno-Shop, befinden. Selbst ausprobieren, spielerisch Experimentieren, das macht Spaß; die Architektur macht neugierig: Krater, Strudel, windschiefe Aufgänge, Höhlen, dunkle Ecken und ein Hochplateau hat die Londoner Architektin Zaha Hadid gezeichnet. Realisieren ließen sich die spektakulären Formen nur in selbstverdichtendem Spezialbeton. Er macht erst die komplexen Formen möglich, die beim Besucher die Lust am Entdecken wecken sollen, ihn auf einen baulichen Abenteuerspielplatz schicken. Aber auch von außen macht der auf imposanten konischen Füßen ruhende Baukörper einiges her. 16 Meter hoch, 154 Meter lang, in rund vier Jahren fertiggestellt, wartet der avantgardistische Koloss nun auf Scharen Neugieriger - und die sind im sicher.

Architectural Review

Burg or berg ... stronghold or floating mass?

... Phæno is open to interpretation

...

this is a place where hundres of thousands of people can gravitate to test natural law, physical truths and ingeniuos inventions, within a building that serves as the first and the final exhibit, expressing the material efficiency of its structure (through the thinness of its shell) and by responding to the complexities of the science centre`s organisational structure, encouraging participants to move through the space like highly charged ions, navigating a nwe form of internal landscape.

Werk, Bauen, Wohnen

Text: Hans Frei: Durch das Wissenschaftsmuseum "Phaeno" wird das norddeutsche Autoproduktionszentrum Wolfsburg um eine Architekturikone bereichert. Ob seine formale Komplexität und die Rhetorik von Offenheit allerdings zu mehr dient als einem cleveren Stadtmarketing, bleibt fraglich.

Blueprint

Something like a Phenomenon

Zaha Hadid´s Phaeno Centre is seen as a break with the past, but it has a strong relationsship with work by Hans Scharoun and Alvar Aalto also in Wolfsburg. ..

Stern

In dem Märchen "Narnia" betreten vier Geschwister ein Land, in dem sprechende Biber, eine weiße Hexe und sogar der Weihnachtsmann wohnen. Sie gelangen dorthin durch einen alten Wandschrank. Harry Potter wiederum muss durch den Pfeiler zwischen Bahnsteig 9 und 10 rennen, um in den Zug zu seiner Zauberschule Hogwarts zu steigen, wo ihn Riesenspinnen, Stachelbuckeldrachen und Irrwichte erwarten. Recht gewöhnliche Eingänge für ungewöhnliche Welten. Nicht so in Wolfsburg. Da fängt das Staunen schon an, wenn man aus dem Bahnhof tritt. Die Abenteuerwelt scheint direkt auf den Besucher zuzustapfen. Wie klobige Elefantenfüße stehen da zehn Betonkegel; auf ihnen ruht, sieben Meter über dem Boden, ein lang gezogenes, zackiges Gebilde aus Stahl, Beton und Glas: "phaeno". [...] "Ist das geil!", flüstert Timo, als die Rolltreppe ihn hinaufgetragen hat. 9000 Quadratmeter liegen vor ihm, mehr als 600 normale Kinderzimmer würden hier hineinpassen. 250 Experimentierstationen gibt es. Von denen hämmert und klirrt, scheppert und klimpert, pfeift und surrt es, Rauchringe steigen auf, Staudämme werden gebaut, in einem Glaskasten entstehen Tsunamis. Jede halbe Stunde wird direkt am Eingang ein fünf Meter hoher Feuertornado in die Luft gepustet. Ein tolles Schauspiel. Timo läuft darauf zu. [...] In jeder verrätselten Welt haben Eindringlinge bekanntermaßen eine Mission zu erfüllen. In "Narnia" sollen die Kinder den immer währenden Winter in der Fabelwelt beenden, Harry Potter muss Lord Voldemort besiegen. Im "Phaeno" wiederum gilt es, naturwissenschaftliche Phänomene zu ergründen. "Aber die Besucher sollen nicht als Diplomphysiker herausgehen", beruhigt Dr. Wolfgang Guthardt. "Sondern mit Begeisterung, Verblüffung, Neugier - und vor allem mit vielen Fragen". [...]

 

Märkische Oderzeitung

Im Regen stehen, ohne nass zu werden, im Experimentierland Phaeno in Wolfsburg ist so etwas möglich. Vor einer Videowand drängen sich hier Erwachsene und Kinder. Ihre Bilder werden über eine Kamera auf die große helle Leinwand projiziert. Von deren oberen Rand lösen sich langsam Buchstaben, tröpfeln sanft auf die grob gepixelten Filmaufnahmen der Besucher herab. Ein Mittvierziger schaut grinsend zu, wie sich allmählich ein Wort auf dem ausgestreckten Arm seines Konterfeis an der Wand bildet - g e w a s c h e n. Dusch-Spaß im "Text Rain", dem Textregen, einem Kunstprojekt inmitten dieses Lego-Landes der Wissenschaften. [...]

Le Monde

Zaha Hadid fait surgier le futur sur les terres de l'Allemagne automobile.

A Wolfsburg et à Leipzig, l’architecte, laureate du prix Pritzker, a réalisé deux batiments – un complexe culturel et une usine – remarquables.

...

Depuis le 25 novembre 2005 un autre monument a ouvert ses portes, baptisé Phaeno. C’est un version contemporaire, un peu moins scientifique, un peu plus sensorielle, du Palais de la découverte.

 

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Das Besucherinteresse am neuen Wissenschaftsmuseum Phaeno in Wolfsburg übertrifft die Erwartungen. In den zwei Monaten seit der Eröffnung des 80 Millionen Euro teuren Experimentierparks haben 50 000 Menschen die Ausstellung gesehen. Gerechnet hatte die Stadt Wolfsburg mit 180 000 Gästen im Jahr.

 

Die Welt

Acht Wochen nach seiner Eröffnung haben bereits 50000 Menschen das neue Wolfsburger Wissenschaftsmuseum phæno besucht. "So schnell haben wir mit diesem Erfolg nicht gerechnet", sagte eine Sprecherin. Vor allem in den Weihnachtsferien sei der Andrang riesig gewesen.

 

Wolfsburger Nachrichten

Fest in den Händen von 300 Jungforschern der Kinder-Uni Braunschweig/Wolfsburg ist das phaeno am heutigen Samstag, an dem der erste von drei Experimentiertagen im phaeno in Wolfsburg stattfindet. Nach einer kurzen Einführung zum Thema "Musik sichtbar gemacht" werden die Kinder die Experimentierlandschaft mit ihren 250 Exponaten auf eigene Faust entdecken. Die Verzahnung von Forschung und Lehre sowie das selbständige Lernen sind typische Merkmale der Universität - mit der Kooperation von TU Braunschweig und dem phaeno wird dieses Prinzip nun erstmalig in Deutschland auf eine Kinder-Uni übertragen.

Deutsche Bauzeitschrift DBZ

...

Phaeno ist ein rästelhaftes Objekt, ein surreales Gebilde voller Gegensätze: gleichermaßen träger Koloss wie dynamische Gebärde, archaisch wie artifiziell, primitiv wie futuristisch. Ein scheues Wesen aus einer fremden Welt, von einem anderen Stern. Ein schwereloses Ungetüm, ein aus Stein gehauenes Raumschiff. Nicht so aufdringlich wie die vordergründige Geste eines Gehry, doch nicht weniger dramatisch. Auch das phaeno ist ein Solitär, aber introvertiert, von seiner Innenwelt bestimmt. Radikal in der Form, kompromisslos in der Konstruktion, im Grenzbereich des noch Machbaren...

 

DETAIL

...

Viereinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich ist Zaha Hadids "Phaeno" genanntes Science Center in Wolfsburg eröffnet. An prominentem Standort direkt nebem dem Bahnhof und in Sichtweite zur Volkwagen-Autostadt besitzt Wolfsburg damit ein spektakuläres Ausstellungsgebäude, von dem sich die Stadt wichtige Impulse und zunehmende Besucherzahlen erhofft. Die gewaltige Betonskulptur ruht über einer plastisch gestalteten Freifläche auf Beinen, die sich konisch nach unten verjüngen - groß genug, um in ihrer Hohlform die Gebäudeeinänge aufzunehmen....

2005

 

GA Document

The phaeno Science Cener, the first of its kind in Germany, is conceived as a mysterious object giving rise to curiosity and discovery.

Building Design

..Phaeno represents the culmination of Hadis`s attempts to cretae semless space completely integrated with the building structur...

Die Zeit

Es steht in Wolfsburg und ist ein "Science Center" der neuesten Generation. Nachwuchsforscher und -entdecker gehen hier durch eine aufregende, interaktive Experimentierlandschaft. Wie heißt dieser Ort? phæno. Und was ist phæno? Zunächst ein imposantes Bauwerk der renommierten Londoner Architektin Zaha Hadid. Dann ist es ein Ort, der Schüler vor der Tristesse des gewöhnlichen Paukens, Lernens und Diskutierens bewahrt und vor allem verblüfft [...]. Die Stiftung, die phæno ersann, hat nur ein Ziel: Die Jugendlichen sollen Spaß haben und sich für technik und Wissenschaft begeistern. Warum? Weil Deutschland künftig engagierte Forscher und Ingenieure braucht.

 

Lübecker Nachrichten

Wieso, weshalb, warum?

Phaeno, das neue Wissenschaftszentrum in Wolfsburg, lädt zum Experimentieren ein Einen neuen, spielerischen Zugang zu wissenschaftlichen Themen will das Phaeno schaffen und greift deshalb zurück auf die unmittelbare, sinnliche Erfahrung.

 

Westfälischer Anzeiger

„Irgendwie ist es cool“

Phaeno in Wolfsburg stachelt die Besucher zum Experimentieren an. Phaeno heißt diese spektakuläre Experimentierlandschaft. 250 interaktive Stationen wickeln jeden Physik- und Chemiemuffel spielend-leicht um den Finger. Anfassen ist Pflicht. Wer den Einschaltknopf drückt, kann sich der Faszination der verblüffenden Versuche nicht entziehen.

 

Building Magazine

Zaha’s Strange Logic

It’s the disorientating combination of counter-intuitive form and formal rigour that gives Zaha Hadid’s Wolfsburgs Science Center its architectural cick The 56m building is Germany’s largest interactive Science Centre in Volkswagen’s hometown of Wolfsburg in Saxony, and it exhibits all Hadid’s trademarks of dynamic, fluid-spaces and raking, off-balance forms.

 

Financial Times

Hadid’s flying concrete museum

The Phaeno Centre is part of the international effort to rebrand cities through the means of architecture. ... It is a building that engages intelligently with an existing physical context of radical modernism, public space and an intellectual context of research, science and openness to radical design. And it works.

Mobil

Haus des Staunens

Hier werden Spielen und Lernen eins: In Wolfsburg öffnet das Phaeno seine Pforten. Eine Erlebnislandschaft neuer Art, die faszinierende Phänomene sinnlich erfahrbar macht.

ICE-Strecke Hannover-Berlin, Höhe Wolfsburg: Linker Hand fängt das Fabrikgebäude mit den vier mächtigen Schornsteinen des Volkswagen-eigenen Kraftwerks den Blick, gleich nebenan lockt seit 2000 die gläserne Autostadt. Doch nun grüßt gegenüber ein Neuling. Ein radikales, kompromissloses Baunwerk, nein - es ist mehr Skulptur oder visuelles Event, eine Immobilie scheinbar wie auf dem Sprung: "eine Herausforderung für die Gerneration Golf", wie die "süddeutsche Zeitung" schrieb. Eine unbedingte Herausforderung, beim nächsten Mal auszusteigen und nach wenigen Schritten der Neugier freien Lauf zu lassen....

Politiken

Phænomenet

Et rumskib på skaeve ben er landet - for enden af en tysk gågade. Det er Phæno, Tysklands første videnskabsmuseum, som skal gøre Folkevognens hjemby Wolfsburg til både videnscenter og turistattratkion. Fænomenet er tegnet af irakiks-engelske Zaha Hadid, som herhjemme har skabt den nye tilbygning til Ordrugaard-museet.

 

Independant

Space oddity

Zaha Hadid made her name imagining seemingly impossible structures. Now she’s dreamt up the fantastical Phaeno Science Centre in the industrial town of Wolfsburg, Germany.

Phaeno is Hadid’s architectural event-horizon, a building poised on the very edge of her compositional gravity-field

 

Daily Telegraph

A diva launches into space

Poised between the residencial and manufactering parts of the city, the building also provided the chance to knit Wolfsburg together, to break down the legacy of the modernist belief that the different functions of the city should be carefully seperated, which at Wolfsburg was symbolised by a wide canal that is now spanned by a new bridge jumping off from the phaeno.

 

Herald Tribune

Hadid’s design flows directly out of Wolfsburg‘s history. The center – housing physics, biology and chemistry exhibits – rises on a site just east of the city’s train station and north of a sprawl of generic 1990‘s office and shopping developments.

 

Focus

Wer mit dem ICE künftig in die VW-Stadt Wolfsburg einrollt, sieht den futuristischen Koloss bereits von weitem. Spitz, schwer und mächtig schiebt sich das neue Science-Center phaeno vor die historischen Industrieschlote der Autostadt. Wolfsburg hat seit vergangener Woche ein neues Wahrzeichen...

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Schauen Sie nur, wie die Menschen lächeln

 

Neue Zürcher Zeitung

Zaha Hadids Phaeno Science Center in Wolfsburg

... Inmitten architektonischer Banalität und urbanistischer Verfehlungen wirkt das am vergangenen Donnerstag eröffnete Wissenschaftsmuseum phaeno von Zaha Hadid wie die Botschaft aus einer anderen Welt. …

 

Stuttgarter Nachrichten

Zaha Hadid bringt Beton zum Fliegen

...Überhaupt sind viele Experimente – etwa die Vorführung der Entstehung eines Tornados – haptisch und optisch derart attraktiv, dass man die Zeit vergisst.

 

New York Times

Science Center Celebrates an Industrial Landscape

...the city‘s new phaeno Science Center is a hypnotic work of architecture – the kind of building that utterly transforms our vision of the future.

 

Observer

Zaha meets the Beetles

Revolutionary is a word to be used as sparingly as possible; especially when it is applied to architecture. But British architect Zaha Hadid’s new science center in Wolfsburg, an astonishing, exhilarating concrete and steel vortex of a building, is one of those very view constructions that fully justifies its use.

 

Neue Westfälische

Das Wolfsburger phaeno ist ein Science Center von internationaler Größe

...In Wolfsburg wurde gestern das phaeno eröffnet: ein Wissenschafts-Mitmach-Museum von wirklich internationalen Dimensionen...

 

DB mobil

Hier werden Spielen und Lernen eins: In Wolfsburg eröffnet das phaeno seine Pforten. Eine Erlebnislandschaft neuer Art, die faszinierende Phänomene sinnlich erfahrbar macht.

 

Kölnische Rundschau

Ein Tempel der Forschung

Das phaeno ist ein Wissenschaftsmuseum gänzlich neuer Art, eine gigantische Experimentierlandschaft, in der Vorgänge aus Natur, Physik und Technik veranschaulicht werden – einzigartig in Deutschland und eines von wenigen in Europa. 250 Stationen locken Menschen jeden Alters, spielerisch hinter naturwissenschaftliche Geheimnisse zu kommen.

 

Sächsische Zeitung Dresden

Das Spiel mit den Elementen Wie ein Raumschiff thront der Bau der Stararchitektin Zaha Hadid auf meterhohen Füßen. Das neue Science Center phaeno in Wolfsburg lockt nicht nur mit naturwissenschaftlichen Experimenten, sondern auch mit seiner extravaganten Architektur.

 

Berliner Zeitung

Das Science-Center phaeno in Wolfsburg ist mehr als ein architektonisches Drama. Hier entstand eine neue Art von Museum.

Hauen Sie auf die Pauke und bringen Sie an der Wand gegenüber die Metallplättchen zum Klingeln. Lassen Sie den Ton des Cellos als Lichtblitz auf einer Metallbahn flirren. Stoßen Sie eine Schaufel durchs Wasser und verursachen Sie einen Tsunami... Wer das phaeno beschreibt – das heute abend mit großem Staatsakt und ab morgen für das breite Publikum eröffnet wird –, benutzt unwillkürlich eine so aktivierende Sprache.

 

Der Tagesspiegel

Wenn Beton schwebt: Zaha Hadid hat in Wolfsburg das Science Center phaeno gebaut

....ein mächtiger Bug, scharfkantig, dem vom Bahnhof Kommenden entgegengereckt: Er bietet dem Betrachter die Stirn. Ein Schiffsmotiv, passend zum benachbarten Kanal, und gleichzeitig ein Ausrufezeichen für die Zukunft: futuristisch erscheint das Gebäude, „Ufo“ heißt es im Volksmund, und „phaeno“ soll es sein: Phaenomen und Phaenotyp.

 

Mitteldeutsche Zeitung

Spektakulärer Museums-Neubau für die Phänomene der Natur

In einem spektakulären Gebäude der Stararchitektin Zaha Hadid eröffnet morgen das Wolfsburger Wissenschaftsmuseum Phaeno. Auf 9.000 Quadratmetern laden 250 Mitmachstationen zum Entdecken naturwissenschaftlicher Phänomene ein.

 

Max

Beauty aus Beton

Wer heute aus der schmucklosen Bahnhofshalle tritt, steht vor dem avantgardistischsten Stück Architektur, das Deutschland zu bieten hat – dem phaeno Science Center...

 

Hamburger Abendblatt

Spielwiese für Entdecker

Wolfsburg hat etwas, worauf Hamburg noch lange warten muss: Die kleine Stadt am Mittellandkanal hat ein Museum, in dem man die Welt der Wissenschaft begreifen kann. Heute eröffnet gegenüber dem monströsen VW-Werk und neben dem Hauptbahnhof phaeno – das größte Science Center Deutschlands.

 

Berliner Morgenpost

Futuristisch wie ein Raumschiff aus einem Film liegt das Gebäude aus hellem Beton der Stararchitektin Zaha Hadid vor dem Bahnhof der Stadt Wolfsburg. Übermorgen wird hier die mit 9000 Quadratmetern größte Experimentierlandschaft Deutschlands eröffnet, in der Anfassen ausdrücklich erwünscht ist. Jeder kann hier sein Talent zum Forschen entdecken.

 

Welt Berlin

Im Phaeno wird jeder zum Forscher

Futuristisch wie ein Raumschiff aus einem Film liegt das Gebäude aus hellem Beton der Stararchitektin Zaha Hadid vor dem Bahnhof der Stadt Wolfsburg. Übermorgen wird hier die mit 9000 Quadratmetern größte Experimentierlandschaft Deutschlands eröffnet, in der Anfassen ausdrücklich erwünscht ist.

 

Der Spiegel

Crashtests für Besucher, Geisterfedern und künstliche Seebeben – mit lehrreichem Schabernack will phaeno, der neue Wissenschaftspark in Wolfsburg, das Publikum für die Physik begeistern

Eine flammende Säule schießt in den Himmel empor. Das unheimliche Gebilde sieht aus wie ein Tornado – doch der künstliche Sturm enthält viel heiße Luft: Er wird gespeist aus Kerosin. Was auch immer ins Innere dieses Monstrums gerät, wird blitzschnell zu Asche verbrannt... Spektakel wie der Feuertornado gehören zu den schönsten Attraktionen des neuen Wissenschaftsparks phaeno in Wolfsburg, der am Freitag dieser Woche eröffnet wird.

 

Welt am Sonntag

Das Ufo ais Beton ist gelandet

Zaha Hadid, weiblicher Superstar der Architektur, hat in Wolfsburg ein spektakuläres Museum errichtet. Mit ihm kommt die Autostadt in der Wissensgesellschaft an ...an einem unwirtlichen Ort, eingezwängt zwischen Schnellstraße und Bahndamm, schuf sie eine betörend elegante Skulptur, die ungehemmt die Schönheit von Dynamik und freier Form feiert.

 

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Zeit und Raum

Die Architektin der phaeno in Wolfsburg ist ein Weltstar. Sie baut nichts, was einfach herzustellen wäre. Sie baut nur Unikate. Gut für Wolfsburg. Zaha Hadid sagt, sie habe sich tatsächlich eine Reihe von Kegeln vorgestellt, die auf den Boden herabfallen und auf denen dann eine Scheibe landet, als sie das Wolfsburger Wissenschaftszentrum Phaeno plante.

 

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Anfassen und begreifen

Wenn es gut ist, gelingt einem Science Center die Gratwanderung, Leuten Lust auf Entdeckungen zu machen, die sich eigentlich nicht für Wissenschaft interessieren, und gleichzeitig die Hobbyforscher, die neues erfahren wollen, nicht zu enttäuschen. Ob Laien oder Leistungskursler: beide Gruppen wollen nicht nur basteln und lernen, sie wollen auch überrascht werden und staunen.

 

Die Zeit

Da reckt sich ein langer Körper, scharfkantig und kraftvoll und von lauter schräg gelegten Enterprise-Fenstern punktiert. Unter diesem schwebenden Riegel aber beginnt das Unvertraute, es öffnen sich Höhlen und Kammern, ein Reich weicher Rundungen – als habe einst ein mächtiger Urstrom den Bau umspült, durchspült und ausgespült...

 

Neue Presse

So muss es sich anfühlen, wenn man mit dem Raumschiff Orion in einer fernen Galaxie gelandet ist und die ersten Schritte zur Erkundung macht. Durch einen grauen Trichter aus rohem Beton steigt man langsam empor und erreicht die erste Ebene - und betritt eine weite amorphe Fläche mit Kratern, geht an tiefen Höhlen vorbei, ersteigt abschüssige Plateaus.

An ein Raumschff erinnert der ganze Bau direkt am Wolfsburger Bahnhof, ein rasanter Himmelsstürmer aus Beton. Zurzeit ist die Mannschaft dabei, die Maschinen klarzumachen. 250 interaktive Stationen sollen Lust auf Wissenschaft machen. Manches sieht aus wie eine Armatur aus Käpt'n Nemos Nautilus, manches erinnert ans Cockpit einer Concorde und nur weniges an den guten, alten Physikunterricht in der Schule. Ab 24. November ist das Phaeno geöffnet. Am schönsten wird es in sternklaren Nächten aussehen, wenn das Science Center von unten beleuchtet wird und wie auf einem Luftkissen aus Licht ruht - ein Raumschiff, startbereit in die Galaxien des Wissens.

 

architektur + bauwirtschaft

Das Phæno ist Kult! Seit 2002 ist die Baustelle der künftigen Erlebnislandschaft Anziehungspunkt für Architekten und Betonbauer - sowie Bürger, die sich einen Eindruck von der dekonstruktivistischen 78 Mio.-Euro-Investition in Wolfsburg verschaffen. Architektin des avantgardistischen Bauwerkes ist die Irakerin Zaha Hadid. [...]

In seiner ANmutung ist das Phæno Science Center Wolfsburg ein "radikales, kompromissloses, atemberaubendes Haus" (Süddeutsche Zeitung). In seiner Ausführung ist diese Architektur ohne senkrechte oder waagerechte Linien, ohne 90-Grad-Winkel eine der anspruchsvollsten Baustellen Europas. Freie Formen und Sonderkonstruktionen bestimmen den futuristischen Bau. Toleranzen, die nach Millimetern gemessen werden, äußerste Präzision bei der Schalung der Sichtbetonoberflächen - das Bauwerk mit Kratern, Terrassen, Plateaus und unterirdischen Höhlengebilden ist für die Verantwortlichen in Planung und Realisierung der Betontechnik eine Herausforderung.

 

Basler Zeitung

Zaha Hadid erfindet in Wolfsburg die Zukunft des Bauens

[...] Durch einen der Trichter steigt man in die Ausstellungsebene auf. Auch da ist der weite Raum durch Krater, Höhlen und Plateaus rhythmisiert. Einladend offen und geheimnisvoll fremd zugleich animiert er dazu, diese Experimentierlandschaft mit ihren rund 250 interaktiven Stationen, mit "Science Labs", Foren und Wissenschaftstheater zu entdecken.

Wer sich umschaut, erahnt dabei, wie eng Baukunst mit Erfindergeist, Experimentierlust und Risikobereitschaft verbunden ist. Denn unregelmäßige Geometrien, immense Spannweiten, Glasscheiben von extremer Höhe und Gewicht., 3700 Stahlträger allein für den Dachstuhl, keiner gleich, alle in luftiger Höhe verschweisst, große Fertigteile aus Beton sowie am Ort betonierte Bauteile mit Neigungswinkeln bis zu 40° und Schalungsbrettern in millimetergenau vorgegebener Form und Struktur stellten technisch, logistisch und handwerklich höchste Anforderungen an alle Beteiligten. [...]

 

Neue Zürcher Zeitung

[...] wer sich ein Bild davon machen möchte, wie souverän Hadid heute ihre unverwechselbare Architektur weltweit in Szene setzt, der wird bei den zahlreichen Projekten fündig. Zu den spektakulärsten zählt das derzeit im Bau befindliche Phaeno Center in Wolfsburg. Die Lage zwischen dem Bahntrassee und einer vielbefahrenen Hauptstrasse ist kein idealer Ort für ein Museum. Die Standardlösung wäre eine hermetisch geschlossene und ganz auf sich selbst bezogene Bauform gewesen. Hadid jedoch griff begeistert den städtebaulichen Kontext auf und erweiterte ihn als künstliche Landschaft in das Gebäude hinein. Das Museum schwebt auf Betonkegeln über dem Boden, die sich aus dem scheibenförmigen Baukörper herausstülpen und ihn zur Stadt öffnen. Das Innere ist als eine Formation aus Kratern, Terrassen und Plateaus modelliert. Richtungen, Wege und die sich in Knotenpunkten konzentrierende Dynamik mit ihrem pfeilartigen Formvokabular greifbar werden zu lassen, das ist Hadids Stärke. In Wolfsburg hat sie auf diese Weise einzigartige Raumkonstellationen geschaffen, die zu den radikalsten Erweiterungen des heutigen architektonischen Repertoires gehören und die allein schon ein ganzes Buch rechtfertigen würden.

 

Wolfsburger Nachrichten

Der Mann ist ein Naturereignis. Joseph G. Ansel ist der Zeremonienmeister des Phaenos. Er hat die 250 Experimentier-Stationen in dem neuen Museum zusammengestellt und teilweise neu erfunden. Ein mitreißender Typ.

Wer Joseph Ansel (56) bei der Planung des Phaeno-Innenlebens zusieht, bekommt Lust auf das neue Wissenschafts-Center am Mittellandkanal (Eröffnung im November 2005). Er kann zu jedem Exponat eine Geschichte erzählen und tut es gern. Im Phaeno werden die Besucher ihre eigene DNA analysieren, mit ihren Hirnströmen Bälle lenken, Wasser blitzschnell gefrieren lassen, die Anziehungskraft außer Kraft setzen oder fliegende Stühle explodieren lassen und wieder zusammensetzen können. Geheimnisvolle Mikroben, mysteriöse Wetterumschwünge, unglaubliche Licht- und Tonexperimente sollen die Besucher gefangen nehmen. "Das kann man auch alles bei einem Computerspiel simulieren, aber das ist doch viel langweiliger", sagt Ansel.

Rund 500 Experimentier-Stationen hat Ansel mit seinem Team auf ihre Phaeno-Tauglichkeit hin untersucht und rund die Hälfte aussortiert. Der Amerikaner, der seit 1999 in Wolfsburg für das Projekt arbeitet, kennt sich aus in der Welt der Science-Center. Er hat an den größten Häusern gearbeitet und als kreativer Kopf gewirkt.

Ansel kann nicht verstehen, dass immer wieder über die Kosten und die Besucherzahlen des Phaenos diskutiert wird. "Dieses Center wird ein Bombenerfolg. Die Verbindung von Technik mit der Architektur des Gebäudes ist sensationell. Ich habe keine Angst, dass die 180 000 kalkulierten Besucher pro Jahr nicht kommen. Meine Sorge ist vielmehr, dass im ersten Jahr 600 000 Besucher kommen und die Menschen zu lange an den einzelnen Stationen anstehen müssen", sagt Ansel lächelnd.

2004

Wolfsburger Nachrichten

Im Hörsaal ist es verblüffend ruhig. Voll konzentriert folgen die Studierenden Prof. Karl-Heinz Gericke vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, der eine ungewöhnliche Frage stellt: "Warum können Salzgurken leuchten?" Bei seinen Experimenten geht schließlich ein Raunen durch die Menge. Wasser verfärbt sich. Ein Luftballon explodiert in einem roten Farbspiel. Salze verbrennen in einer Flamme. Die Begeisterung der Zuhörer ist spürbar.

Doch es sind nicht angehende Physik-Studenten, die hier laut "wie die Großen" auf die Bänke klopfen. Mehr als 750 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren finden an diesem Vormittag den Weg in den größten Hörsaal. Das entstehende Wolfsburger Sciencecenter Phaeno und die Technische Universität Braunschweig haben eingeladen zur "ersten Kinderuni Braunschweig-Wolfsburg", die mit zunächst sechs Vorlesungen in die spannende Welt der Wissenschaft führt.

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn haben sich lange Schlangen an der Anmeldung gebildet. Die vielen studentischen Hilfskräfte haben alle Hände voll zu tun, um dem Ansturm gerecht zu werden.

Etwa zwei Drittel der kleinen Studenten, die natürlich ordentlich immatrikuliert werden, einen Studentenausweis erhalten und anschließend noch die Mensa besuchen, sind zum zweiten Mal hier. "Ich wollte sehen, wie es hier in der Uni funktioniert", erläutert Johannes (9) aus Gifhorn. Auch Familie Ewers aus Wolfsburg ist mit beiden Kindern angereist. Die Eltern sind von dem Angebot begeistert: "Die Kinder kriegen einen guten Einblick."

WEITERE VORLESUNGEN

Vier weitere Vorlesungen sind noch geplant. Im nächsten Zeil heißt es: "Warum klebt der Klebstoff?" Informationen: www.phaeno.de/kinderuni, Telefon (0531)3914444

 

brand eins, Wirtschaftsmagazin

Heute, während die Autostadt gerade ihren achtmillionsten Besucher feiert, wächst auf der anderen Seite des Kanals das Phaeno Science Center heran, ein futuristisches Wissenschaftsmuseum, das die Architektin Zaha Hadid im Auftrag der Stadt Wolfsburg entworfen hat. 67 Millionen Euro teuer und gefertigt aus einer speziell entwickelten Art von selbstabbindendem Beton, soll der Avantgarde-Bau ab 2006 jährlich mindestens 260.000 Besucher nach Wolfsburg locken. Glücklicher Zufall: Hadid ist gerade der Pritzker-Preis und damit die weltweit wichtigste Auszeichnung für Architekten zuerkannt worden - eine unbezahlbare Werbung für ihre Wolfsburger Auftraggeber.

Gijs van Tuyl, Direktor des durchaus sehenswerten Wolfsburger Kunstmuseums, ist ohnehin überzeugt, dass der mäandernde Betonbau "ein Logo für Wolfsburg werden wird wie der Eiffelturm in Paris oder das Guggenheim Museum in Bilbao".

 

DER SPIEGEL

Das Museumsgebäude selbst darf bereits, obwohl noch ein Rohbau, als Wundertier gelten. Wie ein lang gestreckter Mehrfüßler steht es selbstgewiss in der blassen Bahnhofsgegend herum. Auf ein Erdgeschoss im klassischen Sinn hat Hadid verzichtet. Stattdessen erhebt sich ein scharfkantig zulaufender Baukörper über zehn wuchtigen Füßen, jeder Stelzen anders geformt und so groß, dass darin etwa Bistro, Tagungsraum und "Wissenschaftstheater" untergebracht werden können.

Aus der Ferne wirkt das Haus nicht einmal übertrieben bombastisch, innen ist es verwinkelt und überschaubar zugleich. Doch wer unter den Bauch des Gebäudes und zwischen die begehbaren Sockel tritt, fühlt sich wie in einer gewaltigen Höhle. Und weil Hadid bei aller Ästhetik des pompösen Understatements nichts dem Zufall überlässt, will sie sogar den Erdboden neu modellieren: als hügelige Asphaltlandschaft, die sich dem Betonleib leicht entgegenwölbt. Ein Museumskörper, unter dem sich ein öffentlich zugänglicher Platz ausbreitet - das ist einzigartig.

 

die tageszeitung

Mit dem Sichtbeton-Bau von Zaha Hadid, die Ende Mai mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wird, sprengt sich VW-City in die 1. Liga der deutschen Architektur-Standorte. Ein "radikales, kompromissloses, atemberaubendes Haus", schrieb die Süddeutsche entrückt, in Wolfsburg kursieren Vergleiche mit dem Guggenheim in Bilbao oder dem Jüdischen Museum in Berlin.

In Wirklichkeit hat die Stararchitektin wohl eher bei den Raumschiffen von Krieg der Sterne gewildert. Dementsprechend scheint die Museumsplatte aus Hadids Londoner Büro durch die niedersächsische Tiefebene zu schweben wie die imperiale Flotte durch die Weiten des unendlichen Hyperraums. Unterhalb der 5.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche entsteht ein öffentlich zugänglicher Raum, eingezäunt von zehn kathedralischen Säulen - das hat was von Gaudís Parque Güell in Barcelona.

(taz Nord)

 

Braunschweiger Zeitung

Ob solcher Aufwand noch zeitgemäß ist, wird unterschiedlich beurteilt. Einerseits müssen die Kommunen sparen, sogar Wolfsburg. Schon regte sich in der VW-Stadt Protest, weil Kindergärten und Schulen Ausstattungs- und Finanzsorgen haben, während mit Phaeno ein gigantisches Prestigeobjekt vorangetrieben wurde. Stolz hatten die Phaeno-Macher selbst immer wieder das Pressezitat angeführt: "Hier baut die Provinz, was manche Hauptstadt gerne hätte."

Das trifft es. Denn andererseits erhöht Wolfsburg mit seiner neuen Experimentierlandschaft die eigene Attraktivität enorm. Im dynamisch aufstrebenden Umfeld einer Stadt und Autostadt, die voll auf Mobilität, Technik und die Segnungen der Wissenschaft setzt, ist Phaeno ein Leuchtturm.

 

2003 

 

Wolfsburger Kurier

Dass ein Prinz und an die 50 Fotografen und Kameraleute sich um einen Koffer drängeln, passiert eher selten. Sogar, wenn dieser Koffer der verrückte Koffer aus dem phæno ist und schon einiges an Prominenz erlebt hat – zum Beispiel den niedersächsischen Ministerpräsidenten, der ihn auf der Messe in Hannover herumschleuderte. In der vergangenen Woche ist dieser Koffer auf große Fahrt gegangen, ins niederländische Noordwijk, zum europäischen Wissenschaftsfestival „Science on Stage“. Hier wurde er in gewisser Weise tatsächlich ein Star – schließlich hat man ihn als deutsches Vorzeige-Ausstellungsstück dem Prinzen Johan Friso und seiner Gefolgschaft präsentiert

 

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Was dort entsteht, könnte ein schwebendes Schiff sein, ein Ufo, ein Stück, das aus dem Himmel heraus gebrochen ist. Ein gebautes Gefühl des Schwebens. Was zum Inhalt passt, denn die Stadt Wolfsburg will hier auf keineswegs erdenschwere, sondern spielerische Weise alle möglichen Phänomene aus Wissenschaft und Technik zeigen, nicht nur Wissen, sondern auch das Gefühl dafür vermitteln.

 

Wolfsburger Nachrichten

Man stelle sich folgendes Vorhaben zum Thema Klimaveränderungen vor: Eine Forschergruppe lädt zur Zeitreise durch 200 Jahre zurückreichende Klimaperioden ein und gibt eine Prognose auf kommende Entwicklungen. Eine weitere Gruppe steuert den umweltschonenden Treibstoff „Sunfuel“ bei und wagt eine Vorhersage, wie günstig sich das Klima unter weltweiter Verwendung des neuen Stoffs darstellt. Genau das, nämlich das Miteinander von Partnern aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), von Volkswagen und den regionalen Fachhochschulen, wird später im phæno möglich sein.

2000 

The Wall Street Journal

London – Zaha Hadid is an architect whose time has come. For almost two decades she has been regarded with awe by architects and critics as a visionary but one whose designs are virtually unbuildable. Now, at the turn of the millennium, all that has changed. […] Ms. Hadid’s buildings challenge every architectural convention. They are long, curvaceous and low, the exact opposite of the phallic skyscrapers beloved of so many male architects, and refreshing in an age when cities compete to possess the tallest building in the world. Ms. Hadid’s buildings are people-friendly, with long, sweeping corridors to stroll along. They swirl and flow, like the calligraphy that scrolls across the interiors of mosques in the Middle East, Ms. Hadid’s homeland. It is a very feminine approach to architecture.

 

Der Tagesspiegel

Würde dieser Entwurf aufgrund des knappen, rein kommunalen Bauetats von 38 Millionen Mark nicht realisiert werden können, ginge der Architekturgeschichte des neuen Jahrtausends ein bemerkenswerter Baustein verloren. Vom wissenschaftlichen und pädagogischen Anspruch, der frei von allen kommerziellen Hintergedanken nur hier zu erwarten ist, gar nicht zu reden. Das Aha-Erlebnis im eigenen Tun zu suchen, ist für landläufige Entertainment-Center so abwegig wie eine Architektur, die Emotionalität künstlerisch gewinnt. Die endgültige Entscheidung fällt am 5. April – und damit eine Entscheidung darüber, ob den kommerziellen Kaufanregern ein Science Center gegenübergestellt werden kann, das diesen Namen tatsächlich verdient.

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung

[…] Denn Wolfsburg, die offene Stadt, braucht und verkraftet markante Ungetüme wie diesen Großbau, der die poetische Summe zieht aus Hermann Finsterlins Visionen und den Betonskulpturen, die Le Cobusier in Ronchamps oder Chandigarh schuf. Ob Hadids Bau den Zwecken genügt, denen er dienen soll, wird sich weisen. Doch eine suggestive Kulisse für die Wissenschaftsspiele wird er allemal abgeben, vielleicht sogar einen Ersatz für fade „Events“. Es wäre nicht das erste Mal, dass die angebliche Provinz baut, was Großstädte sich wünschen.“

 

Süddeutsche Zeitung

Wer die Häuser kennt, die Hadid gebaut hat – das messerscharfe, kantige, himmelschießende Feuerwehrhaus in Weil am Rhein, das dortige Vitra-Gästehaus mit seinen zarten Wandungen, dem reinen Beton – der weiß, was Wolfsburg nun erwartet: Ein radikales, kompromissloses, atemberaubendes Haus, mehr Skulptur als Behausung, mehr außerirdisches Wunderding als ästhetische Quersumme aller Trends. Das genaue Gegenteil zum niedersächsischen Designergeist, der bisher zwischen Polo, Golf und Passat wehte, eine Herausforderung für die Generation Golf.